Tag Archives: Nudeln

Der Kürbis, aus dem die Spaghetti kam.

ausgewählt3

Ein Kürbis, aus dessen Fruchtfleisch man ein Nudelgericht zaubern kann?

Klingt komisch, ist aber so: Der Spaghettikürbis sorgt für kulinarische Überraschungen. Sein Inneres erinnert tatsächlich an Nudeln. Und der Geschmack? Leicht süßlich, aber mild, ev. ein bisschen wie Zucchini … sehr schwer zu beschreiben. Aber super lecker!

Umso größer war die Freude, als ich diesen Kürbis tatsächlich im Landen ums Eck entdeckte:

 

Was braucht man?

  • 2 Spaghettikürbisse
  • 1 Pastinake, wenn gewünscht
  • 3 Karotten
  • Fett nach Wahl
  • Parmesan
  • Kräuter der Provence
  • (Fleisch-/eiweißhaltige Beilage nach Wahl)

 

Was macht man?

Vor dem Kochen, am besten mit einem Schaschlikspieß, rundum Löcher in die Schale stechen. Das ist ein echter Kraftakt, denn die Schale dieses Kürbisses ist sehr hart.

In einen großen Topf geben – der Kürbis sollte sich beim Kochen drehen können, damit er gleichmäßig gar wird – mit Wasser bedecken und aufkochen lassen. Nun bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten garen, evtl. länger. Ob er durch ist, verrät ein Fingerdruck auf die Schale: Wenn sie nachgibt, kann man den Kürbis herausnehmen. Jetzt halbieren, Kerne und harte Fasern entfernen, das Fruchtfleisch vorsichtig aus der Schale schaben – es zerfällt dabei von allein in „Spaghetti“.

Wir haben ihn dann so weiter zubereitet:

Pastinaken und Karotten, ev. noch eine Süßkartoffel, mit dem Sparschäler zu „Tagliatelle“ schneiden. In einer Pfanne anbraten und dann noch kurz die „Spaghetti“ dazugeben. Parmesan darüber hobeln, mit Kräutern der Provence abschmecken und als Beilage servieren.

ausgewählt4ausgewähltausgewählt1

Anscheinend schmeckt er aber auch überbacken sehr lecker, oder als Hauptgericht, oder mit leckerem Pesto und und und … ich hoffe, dass ich noch öfter auf diesen besonderen Kürbis treffe.


Phantasie-Pasta mit vegetarischem Mangold-Sugo.

WP_20150306_011

Heute gibt´s was Leckeres, in dem ausnahmsweise mal nicht Fleisch die Hauptrolle spielt.

Ein Phantasie-Rezept, das wir spontan kreiert haben, um die zwei Bund Mangold und die Karotten in unserer Biokiste „weiterzubringen“ =)

 

Was braucht man (für 2 Personen)?

  • 2 Bund Mangold
  • 1 Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Ca. 7 bis 8 Karotten
  • Kokoscreme oder Kokosmilch, ev. etwas Sahne
  • 1 Zitrone
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, mediterrane Gewürze
  • Ghee oder Fett nach Wahl

 

Was macht man?

  • Den Mangold waschen und den Strunk entfernen. In mittelgroße Stücke schneiden.
  • Die Zucchini und die Zwiebel ebenfalls klein schneiden.
  • Die Karotten mit dem Sparschäler zu „Tagliatelle“ schneiden.
  • Nun kommen Mangold, Zucchini und Zwiebel in einen Mixer und werden sehr klein geschreddert.
  • In einer Pfanne Ghee bzw. Fett nach Wahl erhitzen und die Karotten-Nudeln kurz anbraten, bis sie etwas weicher sind. Wieder rausnehmen und in einer Schüssel beiseitestellen.
  • Jetzt wird das „Mus“ aus Mangold, Zwiebeln und Zucchini angeschwitzt. Nach einiger Zeit etwas Kokoscreme und/oder Sahne hinzugeben. Würzen (z.B. mediterran mit Oregano, Thymian und Rosmarin). Ein paar Spritzer Zitrone hinzugeben.
  • Zum Schluss kommen wieder die Karottennudeln dazu. Weiterbraten, bis alles schön weich, aber noch bissfest und noch nicht zerkocht ist.

Mahlzeit!

 

WP_20150306_002 WP_20150306_005 WP_20150306_003


Bello impossibile. Oder: Wie sag ich Ciao zur geliebten Pasta?

WP_20150128_001

Ich sag es ganz offen: In meinem Prä-Paleo-Leben habe ich Nudeln heiß (auch kalt) und innig geliebt. Ich bin leidenschaftlicher Italien-Fan, und gute Pasta lässt sich da kaum wegdenken.

Darum war es mir wichtig, einen würdigen Ersatz zu finden (ich geb´s zu: Wenn ich einen Weizen-Ausrutscher in meine Ernährung einbaue, dann am ehesten mit Pasta. Da können mir Pizza und Brot viel eher gestohlen bleiben).

 

Die gute Nachricht: Das (kulinarische) Leben kann auch ohne Pasta dolce sein!

Denn es gibt Ersatz: Macht euch eure eigene Paleo-Pasta. Zum Beispiel aus Zucchini, Karotten, Süßkartoffeln oder Pastinaken. Letztere sind die Dinger, die aussehen wie unsere österreichischen „Peterwurzen“, nur dicker. Mittlerweile findet man Pastinaken in vielen Supermärkten und auf jeden Fall im Bioladen.

 

Süßkartoffeln, Karotten und Pastinaken kann man gut zu Nudeln umfunktionieren, in dem man sie mit dem Messer oder Sparschäler in feine Streifen (wie Tagliatelle) schneidet und in der Pfanne anbrät.

 

Zucchini spiralisieren wir mit dem „Spiralschneider“ (die Investition lohnt sich). Dann geben wir sie ganz kurz in heißes, nicht kochendes Salzwasser (nicht länger als zwei Minuten). Sie zerkochen/zermatschen sonst sehr schnell und sollten ja noch Biss haben. Gegessen werden die „Fake-Nudeln“ mit Pesto oder Sugo (selbstgemacht oder aus dem Bio-Laden, ohne Geschmacksverstärker und ähnlichen Schrott). Gerne auch mit Parmesan. Oder Macadamianüssen, die über die Pasta gerieben werden. Also ganz wie ihre weizenhaltigen Kollegen.