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Saftiges Huhn mit Lauchsauce. Natürlich aus dem … richtig, SlowCooker.

DSC02623-korrWir haben unsere SlowCooking-Sucht auf ein neues Level gehoben und uns an ein ganzes Huhn aus dem Schongarer gewagt. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich wirklich so ein komplettes Tier gewaschen und in es „reingegriffen“ 😀 Ein anfänglich seltsames Gefühl, das erst mal für Gekicher sorgte. Aber ich finde, wer gerne gutes Fleisch isst, darf sich nicht scheuen, das ganze Tier bzw. so viel wie möglich davon zu verarbeiten. Man sollte sich mit Herkunft, der Haltung und optimalen Verarbeitung beschäftigen. Und darf sich vor dem Produkt im Urzustand nicht „grausen“.

Aber zurück zum Thema. Hier kommt unser Huhn aus dem SlowCooker, inspiriert von meinem Lieblingskochbuch „Nom nom Paleo“. Ohne diesem Rezept wären wir wohl nie auf die geniale Idee gekommen, eine Sauce aus Lauch zu zaubern.

Achtung: Die Beilage ist bei diesem Rezept nicht dabei. (Wir haben uns für Gemüse mit Zucchini, Paprika, Ingwer, Karotten und Chicoree entschieden).

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Was braucht man?

  • 1 ganzes Biohuhn (ohne Eingeweide bzw. Eingeweide im Sackerl)
  • 1 wirklich große, ganze Stange Lauch
  • 6 Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel Tomatenmark
  • 1 Teelöffel Fischsauce
  • Edelsüßes Paprikapulver
  • 1/2 Tasse Wasser 😉
  • Salz, Pfeffer
  • Ghee oder Fett nach Wahl

 

Was macht man?

Das Huhn wird gründlich innen und außen gewaschen und gesalzen. Lauch und Knoblauch werden in kleinere Stücke geschnitten und in einer Pfanne mit Fett nach Wahl angebraten. Dann kommen Tomatenmark und Wasser hinzu. Ca. acht bis zehn Minuten köcheln lassen. Nun kommt das Lauchgemüse in den SlowCooker, das Huhn wird darauf gesetzt (Brust nach unten). Mit Gewürzen und Fischsauce verfeinern und sechs Stunden auf LOW im Schongarer garen lassen (je nach Größe des Huhns, aber sechs Stunden sind eigentlich das Maximum).

Wenn der SlowCooker seine Arbeit beendet hat, darf das Huhn für 20 Minuten im Ofen rasten. In der Zwischenzeit wird das Lauchgemüse mit dem Stabmixer püriert.

Das Huhn zerteilen und mit der dicken, aromatischen Lauchsauce bedecken. So gut und zart haben wir Huhn noch nie gegessen!

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Matsaman Curry. Bringt Könige zum Dichten.

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Ich will euch ja nicht mit thailändischen Rezepten überfluten, meine Lieben. Aber das muss einfach sein. Unser absolutes Lieblings-Curry aus den Flitterwochen: Matsaman oder Massaman (bzw. auch „Moslem-Suppe“) genannt. Im Internet ist zu lesen, dass der thailändische König von diesem Curry so angetan war, dass er ihm ein eigenes Gedicht widmete (Dieses wird sogar in der Grundschule auswendig gelernt und lautet in Auszügen so: Masama, Juwel in meinen Augen, duftender Kreuzkümmel, scharfer Geschmack. Jeder Mann, der von ihrem Curry kostet, kann nicht umhin, von ihr zu träumen …) 😀

Es gibt dazu viele unterschiedliche Rezepte und man kann mit den verschiedensten Gewürzen experimentieren. Wir haben es uns etwas bequem gemacht und direkt aus Thailand eine Paste mitgebracht! Ich bin mir aber sicher, dass man sich hier auch selber austoben kann bzw. unsere Asialäden da einiges zu bieten haben.

 

  Was braucht man (für ca. vier Portionen)?

  • Matsaman Curry-Paste oder Gewürz, ein Beutelchen
  • Fisch-Sauce (schwierig, eine ohne Zucker zu finden 🙁 )
  • 3 Lorbeer-Blätter
  • 1 Zimtstange
  • 2 Handvoll Cashew-Nüsse
  • 2 Paprika
  • 2 Dosentomaten
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 2 Handvoll Kartoffeln (essen nicht alle Paleoaner, hier kann man auf Süßkartoffeln ausweichen)
  • 4 Hühnerfilet (Wildhendl bevorzugt, bei uns waren es ca. 650 g)
  • 2 rote Zwiebeln (im Original-Rezept ist von Schalotten die Rede, aber mein Mann liiiiiiebt rote Zwiebeln)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Teelöffel Palmzucker
  • Kokosöl bzw. Fett nach Wahl
  • Koriander zum Garnieren

 

Was macht man?

  • Die Hühnerfilets in essfreundliche Würfel schneiden.
  • Kartoffeln und Knoblauch schälen und in Würfel scheiden.
  • Die Paprika und die Zwiebeln werden in Streifen geschnitten.
  • Die Matsaman-Paste wird in Kokosöl angebraten, dann die Zwiebeln und der Knoblauch hinzugegeben.
  • Kartoffeln anrösten, eine Dose Kokosmilch hinzufügen. Nun 2 Dosentomaten, aber ohne Saft. Die Zimtstange und die Lorbeerblätter hineingeben und alles ca. 1/2 Stunde köcheln lassen.
  • Jetzt die Cashewnüsse, das Huhn und die Paprika hinzugeben.
  • 2 Teelöffel Palmzucker klein schneiden und in etwas Wasser verrühren, hinzugeben.
  • 2 TL Fischsauce hinzufügen.
  • Nach ca. 20 weiteren Minuten bzw. bis das Huhn durch, aber nicht zu trocken, und alles gut eingeköchelt ist, kann das Massaman Curry serviert werden.

Wir haben es mit Koriander bestreut, auch wenn das im Originalrezept nicht vorkommt, aber seit meinem Thailandurlaub ist das „Hass“ aus meiner Hassliebe zu Koriander gewichen.

Mahlzeit ihr Lieben!

 

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Pollo al Citrone. Ein Rezept la familia.

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Mit diesem Ofen-Huhn hat mich mein Herr H. neulich begeistert. Das Grundrezept stammt von meiner Schwiegermama =) Also ein echt mediterraner Genuss „la familia“ – und ein Angebot, das man nicht ablehnen kann, wie der „Pate“ so schön sagen würde.

 

Was braucht man (für 2 bis 3 Personen)?

  • 3 Hühnerschenkel / Hendlhaxn‘
  • 4 Knoblauchzehen, in dünne Scheiben geschnitten
  • 1 EL Rosmarin, klein geschnitten
  • 1 1/2 EL Thymian, klein geschnitten
  • 1 rote Zwiebel, in grobe Spalten geschnitten
  • 1 Bio-Zitrone (auf verzehrbare Schale achten), in Scheiben geschnitten
  • 2 große Karotten (1.5 cm Würfel)
  • 1 großer Fenchel (in Spalten geschnitten), Fenchel-Grün klein hacken für Deko
  • 1 mittelgroße Zucchini (1.0 cm Würfel)
  • Ein paar Stück Topinambur (1.5 cm Würfel)
  • Ev. ein bisschen Pfeffer
  • Wasser
  • Olivenöl

 

Für die „Glasur“ zum Bepinseln:

  • Etwas warmes Wasser
  • 2 TL Honig
  • Eine gute Prise Salz
  • Warmes Wasser, damit sich der Honig besser auflöst (dauert ein wenig)
  • Alle Zutaten gut verrühren. Darf in Summe ruhig salzig schmecken, weil ja sonst kein Salz drin ist.

 

Was macht man?

  • Backofen auf 200°C vorheizen.
  • Hendl putzen.
  • Rosmarin und 1 EL Thymian zusammenmischen und etwas verreiben.
  • Die Kräuter gemeinsam mit dem Knoblauch unter die Haut der Hendlhaxn stopfen.
  • Hendl im Bräter in ausreichend Olivenöl beidseitig anbraten.
  • Wenn eine zarte Bräune erkennbar ist, Topinambur & Zwiebel dazu geben und kurz mitrösten.
  • Mit Wasser aufgießen (nicht zu viel, so dass nur der Boden bedeckt ist) und restl. Gemüse (Karotten, Fenchel) + Zitrone dazugeben (die Zucchini noch nicht).
  • Für 30 Min in den Ofen geben (Hendel mit der schönen Hautseite nach oben).
  • Danach die Hendelstücke wenden und die Zucchini dazugeben.
  • Immer schauen, dass die Hendelstücke auf dem Gemüse liegen, nicht unbedingt im Saft.
  • Nach weiteren 15 Min. die Hendlstücke wieder umdrehen (schöne Hautseite nach oben) und mit der Glasur bepinseln.
  • Alle fünf Minuten wieder ordentlich bepinseln … nicht davor zurückschrecken, sie richtig „einzusafteln“.
  • Durch die Honigmischung karamelisiert das Ganze jetzt etwas.

Nur nicht die Geduld verlieren – das Essen ist perfekt, wenn das Huhn eine schön braune, krosse Kruste hat. Lasst euch das Familienrezept schmecken!

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Chicken Nuggets. Same. Same, but different.

Es gibt viele leckere Möglichkeiten, Chicken Nuggets paleotauglich zu machen. Also ganz ohne Weizen und sonstige entzündungsfördernde Zutaten. Hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Eine Panade aus Mandeln, Sesam, Kokos … erlaubt ist, was schmeckt (und paleo ist ^^).

P.S.: Natürlich sollte man nicht jeden Tag Nüsse und Paleo-Nachbauten essen. Paleo zu leben, heißt nicht, alles, was einem vorher geschmeckt hat, einfach „nachzubasteln“. Doch manchmal fehlen einem eben die Genüsse aus dem Prä-Paleo-Leben – und dann ist es schön, zu wissen, wie man sie „verpaleosiert“. Zum Beispiel mit …

 

… Nuggets Kokos-Style

 

Was braucht man?

  • 2 Hühnerfilets (Wildhendl am besten)
  • 40 g Kokosraspeln
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer, Paprika- und Currypulver bzw. Gewürze nach Wahl
  • Etwas Ghee/Butterschmalz zum Anbraten

 

Was macht man?

  • Kokosraspeln und Mandeln in einer tiefen Schüssel vermengen. Mit Paprika- und Currypulver nach Belieben würzen.
  • Die Eier ebenfalls in eine tiefe Schüssel schlagen und verrühren.
  • Die Wildhendlfilets in „Nuggets-Formen“ schneiden, in den Eiern und danach in der Kokos-Mandel-Panade wälzen.
  • Jetzt in einer heißen Pfanne mit Ghee/Butterschmalz rausbacken, bis sie eine goldene Bräune haben.

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… Nuggets Tapioka-Style

 

Was braucht man?

 

Was macht man?

  • Die Nuggets in einen TK-Beutel Wasser mit ca. einer Tasse Meersalz einlegen. Eine halbe Stunde oder gerne auch länger in den Kühlschrank geben.
  • Danach aus dem Wasser nehmen, trockentupfen und in Tapiokastärke wenden. Überschüssige Stärke gut ausschütteln.
  • Jetzt in SEHR heißem Ghee/Butterschmalz rausbacken. Fertig. Köstlich.
  • (Inspiriert von http://nomnompaleo.com/)

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Herrlich schmeckt dazu mein Paprika-Dip.

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Huhn im Kräuterrausch.

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Wir lieben frische Kräuter … und dieses Huhn bekommt reichlich davon ab. Das Glückliche erhält quasi eine ausgiebige Kräutermassage.

 

Was braucht man (für ca. vier Personen)?

  • 4 Hühnerschenkel (wenn möglich, Wildhühner)
  • 1 Schalotte
  • Reichlich Basilikum (ca. eine Handvoll)
  • Reichlich Petersilie (ca. eine Handvoll)
  • Etwas Rosmarin
  • 1 bis 2 Knoblauchzehen
  • Etwas Apfelessig
  • Etwas Wasser
  • Olivenöl
  • 2 TL griechisches Joghurt
  • 1 Schuss Zitrone
  • Salz, Pfeffer

 

Was macht man?

Alle Zutaten in einem Mixer gut pürieren. Also, alle Zutaten für die Marinade. Das Huhn bitte nicht pürieren 😉 Wir haben die Marinade mehr nach Gefühl gemacht, daher kann ich nicht hundertprozentig garantieren, dass alle Mengenangaben stimmen. Schmeckt es einfach ab und ergänzt und verfeinert nach Bedarf!

Die Hühnerschenkel werden jetzt in einem großen Tiefkühlbeutel verstaut. Die Marinade hineingeben und alles gut einmassieren. Mindestens eine Stunde im Kühlschrank einwirken lassen.

Den Ofen auf ca. 200° C vorheizen – 30 Minuten vor dem Kochen sollten die Hühner aus dem Kühlschrank genommen werden. Nun auf dem Rost ca. 35 bis 40 Minuten „bräunen“ lassen bzw. nach Gefühl und nach Größe der Schenkel (das kann stark variieren, die Außenseite sollte jedenfalls schön knusprig und braun werden). Zwischendurch wenden. Am besten ein Blech mit Backpapier unter den Rost schieben, damit der Ofen nicht so vollgesaut wird.

Mahlzeit!

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