Klettenwurzeln. Wahre Schönheit kommt von innen.

WP_20150123_012 

Neulich entdeckten wir in unserer Biokiste einen seltenen Gast: Klettenwurzeln.

Im Rohzustand nicht gerade hübsch anzusehen (erdig, „pelzig“), aber es zählen ja die inneren Werte: Und das sind in diesem Fall viele, viele Nährstoffe.

Im Prospekt unserer Biokiste fanden wir folgende Info:

„Die Klettenwurzel ist eine heimische Rarität. Geschmacklich ähnelt sie der Schwarzwurzel. Klettenwurzeln können ungeschält verzehrt werden. Einfach die Nebenwurzeln entfernen und die Wurzel mit einer Bürste und Wasser reinigen. Falls sie doch geschält werden, am besten Gummihandschuhe tragen. Denn ähnlich wie bei ihrer schwarzen Kollegin tritt beim Schälen Milchsaft aus, der sich an der Luft braun verfärbt und Flecken hinterlässt.“

Gelesen, getan. Gegessen.

 

Was braucht man (für zwei Personen)?

  • Ca. 500 g Klettenwurzeln
  • 1 Zitronensaft
  • Pesto/Sugo

 

Was macht man?

  • Man nehme ca. 500 g Klettenwurzeln (wo es diese gibt, wenn sie nicht gerade in der Biokiste auf einen lauern, kann ich leider gar nicht genau sagen. Aber ich denke, im Bioladen. Schwarzwurzeln gibt es dort jedenfalls.).
  • Schrubbt die schmutzigen, kleinen Sch*ißerchen gründlich mit einer Bürste ab. Das ist bitter nötig, denn auch Erde und Dreck „klettet“ sich sehr gut an diese Wurzeln.
  • Schält sie und hobelt sie mit dem Sparschäler in feine Streifen (zu „Tagliatelle“) und legt sie kurz in Zitronenwasser ein (so werden sie nicht braun).
  • Gebt jetzt die „Nudeln“ in heißes Salzwasser – nach ca. fünf Minuten haben die Klettenwurzeln eine gute „Pasta“-Konsistenz: weich, aber noch bissfest.
  • Serviert sie mit Pesto oder Sugo und genießt den Pasta-Ersatz!

Die Klettenwurzel ist anscheinend ein beliebtes Heilkraut. Zugegeben, ich kannte diese Wurzel vorher nicht, werde sie aber in Zukunft bestimmt nicht aufgrund ihres Äußeren beurteilen, sondern aufgrund ihres Geschmacks – und der ist toll!

P.S.: Die Schwarzwurzel oder Klettenwurzel schmeckt übrigens auch toll als Art „Fake-Spargel“ mit Prosciutto umwickelt (siehe unten). Dazu wird sie geschält, ca. 15 Minuten in Wasser mit einem Schuss Essig gekocht und danach im Prosciutto-Mantel angebraten. Vielseitige kleine Dingerchen.

DSC00076

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.